Im Beisein von Bezirksamtsleiter Thomas Völsch, Klaus Möller von der Initiative Gedenken in Harburg sowie Schülerinnen und Schülern der Goethe-Schule wurde am Mittwoch, dem 16. Juni, der 200. Stolperstein in Harburg enthüllt. Der bronzene, in den Bürgersteig eingelassene Quader an der Harburger Rathausstraße 45 erinnert an das Schicksal von Johanna Horwitz, die im Alter von 74 Jahren in Theresienstadt ums Leben kam. In seiner kurzen Ansprache wies der Bezirksamtsleiter auf die unentbehrliche Bedeutung des Erinnerns für die Gestaltung der Zukunft hin: „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“, zitierte er den amerikanischen Philosophen und Schriftsteller George Santayana.
Die Gedenkfeier war maßgeblich von der Harburger Goethe-Schule gestaltet worden, die sich in einem multimedialen und interkulturellen Projekt mit den „Spuren jüdischen Lebens“ beschäftigt hat. Im Rahmen der Feier präsentierten die Schüler der Klasse 8 im Harburger Rathaus ihre per Video in Interviews und Fotos dokumentierte Suche. „Die Lehrer und Schüler der Goethe-Schule leisten hier Vorbildliches“, sagt Sören Schumacher, der bei der Enthüllung des Stolpersteines und der Gedenkfeier ebenfalls zugegen war.

Am Dienstag, dem 14. Juni, diskutierte der SPD-Bundestagsabgeordnete und Außenpolitische Sprecher seiner Fraktion, Niels Annen, als Gast der Harburger Sozialdemokraten mit Dr. Gabriele Kötschau, der Leiterin der Vertretung der Handelskammer Hamburg in St. Petersburg und Prof. Dr. Michael Brzoska, dem Wissenschaftlichem Direktor beim Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg über das Verhältnis zwischen Europa und Russland.
Seit er vor mehr als acht Jahren in die Bürgerschaft gewählt wurde, veranstaltet Sören Schumacher eigene Besichtigungen des Hamburger Rathauses für Gruppen, die sich bei ihm melden. Dabei zeigt er ihnen nicht nur den sehenswerten Sitz von Senat und Bürgerschaft, sondern nutzt die Gelegenheit immer auch, mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen und ihnen die Arbeit des Parlaments und der Abgeordneten näherzubringen sowie Fragen zu beantworten. Im Laufe der Zeit hat er Gruppen aus allen Regionen Deutschlands und aus vielen Ländern der Welt – bis nach Asien – durch das Rathaus geführt.





Jetzt, drei Jahre später, nutzte Sören Schumacher eine Lücke im Programm der Fraktionsreise nach Prag, um sich mit seinem ehemaligen Praktikanten zu treffen. „David zeigte damals ein ausgeprägtes Interessen an Geschichte, Sozialwissenschaften und Politik und war sehr engagiert, wissbegierig und aufgeschlossen. Ich habe mich sehr gefreut, dass wir die Gelegenheit zu diesem Treffen gefunden haben.“ Heute ist er Student un bereitet sich auch seinen Bachelor vor.

