Krisenvorsorge und Resilienz: Mein Rückblick auf die Großübung „Red Storm Charlie“

Ende September fand in Hamburg die zivil-militärische Großübung „Red Storm Charlie“ statt. Drei Tage lang haben Feuerwehr, Hilfsorganisationen, THW, Polizei, Bundeswehr, Behörden, Kliniken und zivile Unternehmen gemeinsam erprobt, wie unsere Stadt in Krisen- und Ausnahmesituationen handlungsfähig bleibt.

Als innenpolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion durfte ich am Samstag als Gast persönlich vor Ort auf dem Gelände von Lufthansa Technik dabei sein.

Nahtlose Zusammenarbeit im Notfall

Vor Ort habe ich miterlebt, wie die Rettungskette bei einem Massenanfall von Verletzten vom Einsatzort bis ins Universitätsklinikum Eppendorf über Organisationsgrenzen hinweg nahtlos ineinandergreift. Diese Zusammenarbeit funktioniert so präzise, weil sie regelmäßig geübt wird.

Ein wichtiges Signal kam zeitgleich aus der Wirtschaft: Im Rahmen des Aktionstages „Red Storm Business“ der Handelskammer haben rund 250 Hamburger Unternehmen – vom Handwerksbetrieb bis zum Industrieunternehmen – ihre Krisenfestigkeit bei Szenarien wie einem längeren Stromausfall getestet. Wie Präses Norbert Aust es zutreffend auf den Punkt gebracht hat: „Üben statt hoffen.“

Mein ausdrücklicher Dank gilt dem Landeskommando Hamburg der Bundeswehr, der Handelskammer sowie allen beteiligten Einsatzkräften für die hervorragende Organisation und ihren täglichen Einsatz!

Warum Vorsorge unumgänglich ist

Die Sicherheitslage in Europa hat sich verändert. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine ist ein Zivilisationsbruch, dessen Folgen uns auch ganz real durch hybride Kriegführung treffen – sei es durch Cyberangriffe, Sabotage oder gezielte Desinformation.

Hamburg als wirtschaftliches Herz des Nordens und zentrale Logistikdrehscheibe steht dabei direkt im Fokus. Wer diese Realität ignoriert, handelt grob fahrlässig.

Den Stimmen, die gegen solche Übungen demonstrieren und von einer angeblichen „Militarisierung“ sprechen, halte ich entgegen: Wenn so viele zivile und militärische Akteure gemeinsam den Ernstfall erproben, ist das kein Säbelrasseln, sondern verantwortungsvolle staatliche Daseinsvorsorge. Gute Vorsorge schützt Menschenleben und schafft Sicherheit, ohne Ängste zu schüren. Auch von den jüngsten Farbattacken auf SPD-Büros lassen wir uns nicht einschüchtern – der Staatsschutz ermittelt, und unsere Haltung für den Schutz der Demokratie steht fest.

Staatliche Vorsorge und Eigenverantwortung Hand in Hand

Ein funktionierender Zivilschutz baut auf einer vorbereiteten Gesellschaft auf. Zur Krisenvorsorge gehört daher auch die Bevölkerung selbst:

  • Sachliche Information: Behörden wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie die Hamburger Katastrophenschutzbehörden bieten verlässliche Anlaufstellen.
  • Eigenverantwortung im Alltag: Ob ein Notvorrat an Lebensmitteln, Nachbarschaftshilfe oder die Fähigkeit, sich im Notfall zu informieren – persönliche Vorsorge und staatliches Handeln greifen ineinander.

„Red Storm Charlie“ hat eindrucksvoll gezeigt: Hamburg ist wachsam, handlungsfähig und übernimmt Verantwortung.

Zivil-Militärische Zusammenarbeit im Fokus: Mein Besuch bei der Großübung „Red Storm Charlie“

Vom 24. bis zum 26. September 2026 fand in Hamburg die zivil-militärische Großübung „Red Storm Charlie“ unter der Federführung des Landeskommandos Hamburg statt. Drei Tage lang haben Bundeswehr, Feuerwehr, Polizei, THW, zivile Behörden, Hilfsorganisationen, Krankenhäuser und Unternehmen gemeinsam geübt, wie unsere Stadt in Ausnahmesituationen handlungsfähig und krisenfest bleibt.

Am vergangenen Sonnabend hatte ich die Gelegenheit, auf Einladung des Landeskommandos Hamburg als Gast persönlich vor Ort zu sein. Beim Szenario auf dem Gelände von Lufthansa Technik konnte ich mir ein eigenes Bild davon machen, wie die Zahnräder im Notfall ineinandergreifen:

  • Funktionierende Rettungsketten: Es war beeindruckend zu sehen, wie die Erstversorgung beim Massenanfall von Verletzten und die Weiterverlegung ins Universitätsklinikum Eppendorf Hand in Hand organisiert werden – getragen von Feuerwehr, THW, den Hilfsorganisationen (DRK, Johanniter, Malteser, ASB, DLRG), der Bundespolizei und der Bundeswehr.
  • Präzise Schutzmaßnahmen: Beim Zugriffs-Szenario der Feldjäger wurde anschaulich demonstriert, wie unmittelbare Bedrohungen gegen kritische Infrastrukturen professionell abgewehrt werden.
  • Wirtschaft zieht mit: Zeitgleich hat die Handelskammer Hamburg die Übung „Red Storm Business“ durchgeführt. Das unterstreicht, dass auch unsere Hamburger Unternehmen Verantwortung übernehmen, um Lieferketten und Grundversorgung in Krisen abzusichern.

Mein ausdrücklicher Dank gilt dem Landeskommando Hamburg, der Bundeswehr, den Rettungsorganisationen, der Handelskammer und allen Einsatzkräften für die Einladung, die Gastfreundschaft und den unermüdlichen täglichen Einsatz für die Sicherheit unserer Stadt!

Warum solche Übungen unumgänglich sind

Die geopolitische Lage hat sich spürbar verändert. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine ist ein Zivilisationsbruch. Die Bedrohung macht jedoch nicht an Grenzen halt: Auch in Deutschland und Hamburg erleben wir bereits heute die Auswirkungen hybrider Kriegführung – durch Cyberangriffe, Sabotageversuche und Falschinformationen. Als wirtschaftlicher Motor des Nordens und zentrale Logistikdrehscheibe steht Hamburg ganz besonders im Fokus. Wer diese Realität verdrängt, handelt grob fahrlässig.

Kritikern, die in solchen Daseinsvorsorge-Übungen eine „Militarisierung“ sehen wollen, halte ich entgegen: Wenn Rettungskräfte, Kliniken, Wirtschaft und Sicherheitsbehörden das Zusammenspiel für den Ernstfall erproben, ist das kein Säbelrasseln, sondern verantwortungsvolle staatliche Schutzvorsorge. Vorsorge dient dem Schutz von Menschenleben.

Gute Krisenvorsorge braucht staatliche Arbeit und Eigenverantwortung

Resilienz entsteht nicht nur in Führungsstäben, sondern in der gesamten Gesellschaft. Zur Wahrheit gehört auch: Der Staat kann viel leisten, aber ein verlässlicher Zivilschutz baut auch auf einer vorbereiteten Bevölkerung auf. Wir müssen das Bewusstsein schärfen, ohne Ängste zu schüren. Eine eigenverantwortliche Vorsorge im Alltag – sei es durch Vorräte, gegenseitige Nachbarschaftshilfe oder gute Information – ergänzt das staatliche Handeln wirkungsvoll.

„Red Storm Charlie“ hat gezeigt: Hamburg ist wachsam, handlungsfähig und übernimmt Verantwortung.