
Was ist der Kongress des Europarates?
Der Kongress der Gemeinden und Regionen ist die Vertretung der kommunalen und regionalen Ebene der 46 Mitgliedstaaten des Europarates. Er repräsentiert über 130.000 Städte, Gemeinden und Regionen in ganz Europa. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die lokale und regionale Demokratie zu stärken, die Einhaltung der Europäischen Charta der kommunalen Selbstverwaltung zu überwachen und die Bürgerbeteiligung – insbesondere von jungen Menschen – auf lokaler Ebene zu fördern.
Die 51. Plenarsitzung des Kongresses in Straßburg stand ganz im Zeichen des demokratischen Wandels, der kommunalen Resilienz und des intergenerationellen Dialogs. Als Mitglied der sozialdemokratischen, grünen und progressiven Fraktion (SOC/G/PD) blicke ich auf intensive Verhandlungstage, zukunftsweisende Beschlüsse und eindrückliche Begegnungen zurück.
1. Das Fraktionsseminar der SOC/G/PD-Gruppe
Bereits vor Eröffnung der Plenarsitzung trat unsere politische Fraktion zu einem umfassenden Arbeitsseminar unter dem Titel „Die Rolle des Kongresses im Reformkontext des Europarates und der Neue Demokratische Pakt“ zusammen.
- Demokratische Resilienz & Hybride Bedrohungen: In drei Fach-Workshops wurden Strategien gegen Desinformation, Cyberangriffe auf kommunale Infrastrukturen sowie Vorlagen zur Stärkung der Pressefreiheit auf lokaler Ebene ausgearbeitet.
- Europäische Reformagenda: Generalsekretär Mathieu Mori informierte uns über die Umsetzung des CoE-Reformprozesses (basierend auf dem Impulspapier von Alain Berset) zur Etablierung eines Frühwarnsystems und zur Vermittlung bei regionalen Krisen.
- Rechte lokal Gewählter: Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Solidarität mit willkürlich ihres Amtes enthobenen oder festgenommenen Bürgermeisterinnen und Bürgern (insbesondere in der Türkei).





